Pferdesport

Verfasst am 22nd November 2011

Wenige Sportarten sind so vielseitig wie der Pferdesport. Dabei liegt das Glück dieser Erde nicht nur auf dem Rücken der Pferde, zum Pferdesport zählen auch der Fahrsport und die Bodenarbeit. Die bekanntesten Pferdesportarten sind wohl das Dressur- Spring- und Vielseitigkeitsreiten, die auch als olympische Disziplinen ausgetragen werden. Auch der Pferderennsport, der auf Pferderennbahnen in Deutschland und in der ganzen Welt ausgetragen wird, ist sehr bekannt, nicht nur wegen der berüchtigten Pferdewetten. Weitere Pferdesportarten sind das Westernreiten, das sich aus Amerika in die ganze Welt verbreitet hat und sogar in Weltmeisterschaften ausgetragen wird, das Voltigieren, Distanzritte, Polo und vieles mehr.

Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiten

Bei der Dressur führt das Pferd Lektionen wie die Grundgangarten und bestimmte Figuren in der Bahn aus, in höheren Leistungsklassen werden die Lektionen komplexer. Die Lektionen sind entweder vorgegeben oder werden frei in einer Kür vorgeführt.
Beim Springreiten müssen Pferd und Reiter einen Hindernisparcours mit verschiedenen Hindernissen (z.B. Gräben, Steilsprünge …) möglichst fehlerfrei bewältigen, die Reihenfolge der Sprünge wird dabei vorher festgelegt. Je nach Richtverfahren zählen dabei die fehlerfreie Ausführung und die Zeit, in der der Parcours bewältigt wird.
Das Vielseitigkeitsreiten beinhaltet Dressur, Springen und Geländereiten. Dabei muss eine vorgegebene Strecke mit verschiedenen Hindernissen im Gelände bewältigt werden, die Pferd und Reiter auch konditionell fordern.

Rennsport

Im Rennsport, der auch auf Pferderennbahnen in Deutschland ausgeübt wird, wird in Galopp- und Trabrennen unterschieden. Beim Galopprennen ist das einzige Ziel, eine definierte Strecke auf der Bahn in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Die Reiter beim Galopprennen werden Jockeys genannt und dürfen ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten. Um gleiche Chancen zu gewährleisten, werden mit Bleigewichten im Sattel Differenzen ausgeglichen.
Im Trabrennsport wird das Pferd teilweise auch geritten, meist jedoch mit einem leichten Wagen, dem Sulky, gefahren. Die einzig erlaubte Gangart ist der Trab, in dem die Pferde Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen können. Die Bezeichnung "Traber" ist dabei keine eigene Rasse, sondern umfasst mehrere Pferderassen, die speziell für den Trabrennsport gezüchtet werden.
Pferderennbahnen in Deutschland finden sich zum Beispiel in Berlin, Dinslaken und Gelsenkirchen.

Westernreiten

Das Westernreiten hat seinen Ursprung in der Reitweise der Cowboys. Die Pferde werden auf Selbstständigkeit und minimale Hilfen trainiert, die Zügel werden dabei nur in einer Hand gehalten, was für die Arbeit eine Hand freilässt. Die Prüfungen im Westernreitsport sind der täglichen Arbeit entlehnt, so sind im Reining schnelle Wendungen und scharfe Stopps enthalten, beim Cutting werden Rinder getrieben.

Fahrsport

Beim Fahrsport wird in der Regel mit Ein-, Zwei- oder Vierspännern gefahren, ein Turnier besteht aus drei Teilen: Im Dressurteil muss die Kutsche zwischen Hindernissen hindurchgelenkt werden, ohne diese zu berühren. Im Geländeteil müssen auf Zeit weitere Hindernisse, wie Wassergräben, überwunden werden, der dritte Teil ist ein Hindernisfahren.